MagicMirror - Part 1 - Installation

Da ich mir einen iMac gekauft habe, konnte ich mein MacBook Pro (2012) in den wohlverdienten Ruhestand schicken. Dadurch hatte ich nun einiges an Zubehör doppelt und überflüssig (Monitor, Keyboard, Trackpad usw.). Da fiel mir wieder ein, dass ich schon lange mal einen MagicMirror nach Vorlage von Michael Teeuw bauen wollte. Während meiner letzte Recherche hat sich dort viel geändert. Die Software ist keine einfache PHP Seite mehr sondern ein auf NodeJS basierende Software mit Modul-System für Plugins. Es gibt sogar ein Paketmanager für die Plugins. Also kramte ich schnell noch einen alten, ungenutzten Raspberry Pi 2 aus der Schublade, einen alten USB WLAN Dongle und ein paar Kabel (und was man halt sonst so in der Wenn-dann-Da-Schublade1 hat) und versuchte einen fliegenden Testaufbau.

Also schnell das aktuellste Raspbian heruntergeladen und mit Escher auf die microSD Karte geflashed. Nach den typischen Grundeinstellungen (SSH aktiviert, vernünftiges Passwort vergeben und WLAN verbinden kam auch schon die aktuellsten Updates drauf. Moment .... WLAN mit externem Dongle out-of-the-Box??? Der der Edimax EW-7811-Un wird von Raspbian sofort erkannt und unterstützt wie das interne WLAN vom Raspberry 3. Generell habe ich zum erstmal Mal Raspbian mit einer grafischen Oberfläche installiert.

Mit den Skripten vom Github User sdetweil ist die Installation und aller Vorraussetzungen nur noch ein Befehl

curl -sL https://raw.githubusercontent.com/sdetweil/MagicMirror_scripts/master/raspberry.sh | bash

er hat noch zwei weitere nützliche Skripte die die zum einen den Bildschirmschoner deaktivieren und und den NodeJS Prozessmanager pm2 installieren und MagicMirror gleich einrichten

bash -c "$(curl -sL https://raw.githubusercontent.com/sdetweil/MagicMirror_scripts/master/screensaveroff.sh)"
bash -c "$(curl -sL https://raw.githubusercontent.com/sdetweil/MagicMirror_scripts/master/fixuppm2.sh)"

Nach einem Neustart lief der das MagicMirrorDisplay schon im Vollbild, ohne Bildschirmschoner und voll automatisch.

Dann konnte ja nun das Config-gefummel beginnen. Wobei schwer war es wirklich nicht, die Konfiguration der Standard-Module ist auf der MagicMirror-Seite gut beschrieben. Kurz einen API Key im Free-Level auf openweathermap.org erstellt und die Location-ID herausgesucht, RSS-Feed-URLs getauscht und die URL zum Kalender eingepflegt .... Oh ich wollte meinen iCloud Kalender nicht auf öffentlich erreichbar schalten. Zu meinem Glück war ich auch hier nicht der erste und schnell wurde eine einfach Lösung dafür gefunden. Unter blog.kayuk.de gibt es eine Anleitung wie man seien iCloud Kalender lokal mit vdirsync synchronisiert und dann die .ics lokal verfügbar hat. Das einzige was ich dort abgeändert habe ist das ich nicht System Timers verwende sondern

vdirsyncer sync

über cron alle 15 Minuten ausführe. Den Rest habe ich 1:1 übernommen.
Ich habe noch ein paar mehr interessante Module auf Github gefunden, aber das reicht nun erstmal und so sieht es aus:

1 Die Wenn-Dann-Da-Schublade ist die Schublade auf die man zeigt, wenn jemand fragt: "Hast du xy?" und man mit "Puh... wenn dann da" antwortet (Kann auch ein Schrank, Raum, Lager usw sein).

MagicMirror Artikel Reihe:
MagicMirror - Part 1 - Installation
MagicMirror - Part 2 - Bewegungsmelder
MagicMirror - Part 3 - Strip down